Abgerundet wird das feierliche Ensemble am Theaterplatz durch das prachtvoll eimonische Opernhaus der Stadt. Das Museum veranstaltet auch mehrere Sonderausstellungen pro Jahr. Das Chemnitzer Industriemuseum gehört zusammen mit drei weiteren Museen und Technologiedenkmälern zum Sächsischen Industriemuseum. Die 40 Tonnen schwere Bronzebüste von Karl Marx, Baujahr 1971, blickt noch heute auf eine große Durchgangsstraße in dieser ostdeutschen Stadt, die einst Karl-Marx-Stadt hieß. Im 19. Jahrhundert trug Chemnitz einen weiteren Moniker, das sächsische Manchester, das die Fabrikrauchschwaden am Horizont reflektierte. Heute grenzen düstere Beton-Wohnhäuser an baumlose Boulevards, Reste sozialistischer Stadtplanung. Sie können in ein Café im Erdgeschoss gehen, unter einer Ausstellungshalle, die von beeindruckenden Holzbalken unterstützt wird. Wechselnde Ausstellungen im Schloss, attraktive Angebote in den umliegenden Kreativwerkstätten, Open-Air-Veranstaltungen im Schlosshof sowie eine Reihe gastronomischer Veranstaltungsorte machen die Schlossanlage zu einem beliebten Ausflugsziel.

Zusammen verfügen diese Ausstellungshallen über eine phänomenale Sammlung europäischer Kunst, die für ihre Sammlungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert glänzt. In der ehemaligen Gießereihalle der Werkzeugfabrik “Hermann und Alfred Escher AG” befindet sich eine umfassende Ausstellung über das sächsische Industrieerbe. Die Konvertierung nimmt das bestehende architektonische Vokabular an und akzentuiert es. Damit die sorgfältig restaurierte Bandfassade nicht für Ausstellungen verdunkelt werden darf, werden auf den oberen Ebenen sich wiederholende Buchten mit natürlichem Tageslicht entwickelt. Die in den Exbitionsräumen installierten Wände verbinden sich nicht mit den Tragbalken, um das räumliche Ambiente zu erhalten. Eine neue, zentral gelegene Treppenrampenkonstruktion verbindet alle Ausstellungsebenen. Das Element, das es zu suchen gilt, ist das Renaissance-Judith-Lucretia-Portal unter dem Hauptturm, das 1559 geschnitzt wurde und einst zu einem Bürgerhaus gehörte. Villa Esche, Chemnitz (1903)Villa Esche in Chemnitz wurde vom belgischen Designer Henry van de Velde für die Familie des erfolgreichen Strumpfherstellers Herbert Esche entworfen. Die Familie Esche lebte hier bis 1945.

Danach hatte das Haus eine Reihe von Reinkarnationen, darunter als militärischer Kommandoposten, ein Wohnhaus und das Hauptquartier der örtlichen Handwerkskammer. Von 1998 bis 2001 wurde das Herrenhaus aufgrund seines historischen Designs einer sorgfältigen und umfangreichen Renovierung unterzog und war als Heimat eines Museums für van de Velde beliebt. Haus am Horn, Weimar (1923)Das Haus Am Horn ist das einzige Gebäude, das vom Bauhaus in Weimar entworfen und gebaut wurde. Dieses Modellhaus wurde für die Bauhaus-Ausstellung 1923 erbaut. Es bot den Bauhaus-Meistern und Studenten die Möglichkeit, erstmals ihre Visionen des modernen Lebens zu präsentieren. 1996 wurde das Gebäude in das Unesco-Weltkulturerbe eingeschrieben, das heute Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau heißt. Wir diskutieren verschiedene Varianten der Realisierung intern, aber auch mit den zuständigen Behörden.